Atemschutz

Der Atemschutz bei der FF Ostermünchen

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Als Mitte der 80er Jahre beschlossen wurde, ein neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr Ostermünchen zu beschaffen, musste man sich als vierte Feuerwehr der Gemeinde mit der Atemschutzausbildung einer neuen Aufgabe stellen. Atemschutzgeräte egal in welcher Form sind heute unerlässliche Hilfsmittel bei der Personenrettung. Das Vorgehen unter Atemschutz ist bei Bränden oft die einzigste Möglichkeit, eingeschlossene Personen noch zu retten. Daher ist dies auch die wichtigste und primäre Aufgabe, die sie zu erfüllen haben.

Aber auch bei der Brandbekämpfung selbst sind sie zum unerlässlichen Hilfsmittel geworden, da sie ein Vordringen bis direkt zum Brandherd ermöglichen und dies die gezielte Brandbekämpfungerst möglich macht. Doch nicht nur Brände mit ihrem lebensbedrohlichen Rauch machen den Einsatz von Atemschutzgeräten nötig, sondern auch Unfälle mit Gefahrstoffen oder Gasen zählen zu ihren Einsatzgebieten. Aufgrund der Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten zählen Atemschutzgeräte heute zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen einer Feuerwehr und ihr Einsatz ist Standard.

Im Sommer 1988 war es dann soweit. Bevor das neue LF 16 ausgeliefert wurde, begann man mit einem Lehrgang für Atemschutzgeräteträger in Ostermünchen. Gesucht wurden Freiwillige die mindestens 18 Jahre alt waren um sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu stellen. Es fanden sich schnell 15 Männer, die zuerst die Arbeitmedizinische Vorsorgeuntersuchung G 26 und dann den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger absolvierten. Dieser wurde als Standortschulung in Ostermünchen durchgeführt. In 24 theoretischen und praktischen Ausbildungsstunden wurden nach einer Abschlussprüfung die Zeugnisse verteilt.

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Alle 3 Jahre muss die arbeitmedizinische Vorsorgeuntersuchung G 26.3 erneuert werden. Bei dieser muss der Geräteträger einen Lungenfunktionstest, Belastungs- EKG, Seh- und Hörtest bestehen. Dazu wird alle 6 Jahre auch eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht. Um immer auf den neuesten Ausbildungsstand zu bleiben, müssen sich die Geräteträger jährlich mit Grundlagenunterweisung, theoretischen Schulungen, Einsatzund Belastungsübungen beteiligen. Auch mit den Nachbarfeuerwehren werden Gemeinschaftsübungen abgehalten. Im Jahre 2008 wurden 4 Atemschutzgeräte der neuen Generation und 14 Masken angeschafft. Um mit den Nachbarfeuerwehren der Gemeinde höchste Kompatibilität zu haben wurden alle Atemschutzgeräte und Masken der 5 Wehren gleich ausgestattet. Jedes Jahr werden 2 neue Geräteträger ausgebildet.